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Geplante 380 KV-Hochspannungsleitung Wehrendorf-St. Hülfe bedroht Menschen

Im Bereich Lemförde, im Wesentlichen durchs Ochsenmoor, verläuft seit etwa mehr als 50 Jahren eine Hochspannungsleitung, die Strom vom Norden in Richtung Ruhrgebiet führt.
Die Hochspannungsleitung ist in den letzten 50 Jahren mehrfach erweitert worden. Parallel zu dieser Hochspannungsleitung verläuft eine weitere Hochspannungsleitung zur Stromversorgung der Bahnlinie.
Vor ca. 20 Jahren wurde das Naturschutzgebiet Ochsenmoor ausgeweitet. Gleichzeitig wurde das Ochsenmoor zum FFH-Gebiet erklärt.
Da in der Nordsee nunmehr vermehrt Strom durch Windkraftanlagen produziert wird und die Stromproduktion den südlicher gelegenen Ländern zu Gute kommen soll, soll diese Überlandleitung erweitert werden. Die Notwendigkeit ist nachvollziehbar.

Im Bereich Lemförde wirft die Planung des Ausbaues der Leitungstrasse die Frage auf, ob die Planung so, wie vorgestellt, tatsächlich ernst gemeint sein kann.

Mit Rücksicht auf die Interessen des Naturschutzes, weil durch den Randbereich des Naturschutzgebietes die bisherige Leitungstrasse verläuft, soll lt. Planung die Leitung nach Süden an den Verlauf der B 51 verlegt werden, um das Naturschutzgebiet im Ochsenmoor zu umgehen.

Der Naturschutz ist ein wichtiges und von jedem vernünftigen Menschen unterstütztes Anliegen. Die Interessen des Naturschutzes sind in die Abwägung der verschiedenen Interessen gleichberechtigt einzustellen.

Da wurde jedoch rigoros zu Lasten einzelner Betroffener geplant. Höchstspannungsleitungen sollen nahe oder direkt über Wohnhäuser geführt werden, obwohl Alternativen bestehen. Die Bewohner der Häuser werden Elektrosmog, permanenten Geräuschen von den Leitungen und anderen Störungen ausgesetzt. Alternativen werden nicht diskutiert. Dies wird einfach so veranlasst und dies wird geplant, weil sich eine Gruppe gegen die vorhandene Leitungstrasse im Ochsenmoor wendet und mit einer Behinderung des Leitungsausbaues droht. Angeführt werden die Belange der Vogelwelt, deren Individuen möglicherweise durch eine Hochspannungsleitung zu Schaden kommen könnten. Ein wirklicher Nachweis der Schädlichkeit für die Tierwelt im Ochsenmoor wird jedoch nicht geführt.
Dies würde auch schwerlich gelingen, weil die Tiere im Ochsenmoor sich ihren „Wohnsitz“ auf über 2000 ha Naturschutzgebiet aussuchen können. Sie sind nicht standortgebunden.

Was muss derjenige empfinden, der ein Haus in deutlicher Entfernung zu einer Hochspannungsleitung gebaut oder erworben hat, und nunmehr erfahren muss, dass unmittelbar neben oder über sein Wohnhaus, in dem er und seine Familie leben, mit Rücksicht auf einen Randbereich des Naturschutzgebietes eine Höchstspannungsleitung geführt werden soll.
Die Grundstücke der Betroffenen, die durch den Ausbau der Höchstspannungs-leitungstrasse auf letztendlich 4 x 380 KV, werden unverkäuflich und damit so gut wie wertlos. Dies wird das Ergebnis dieser unausgewogenen Planung für einzelne Betroffene sein.
Richtig wäre es, von der bisherigen Leitungstrasse dort abzuweichen, wo schon durch die bisherige Leitungsführung Wohnhäuser betroffen sind. Eine Verlegung der Stromleitung aus einem Bereich, der leer und frei ist, in Richtung auf bewohnte Grundstücke macht keinen Sinn und verstößt gegen die Forderung einer ordnungsgemäßen Abwägung der Interessen.

Wie soll allerdings eine Abwägung stattfinden, wenn eine private Naturschutzorgasnisation vorweg bestimmt, wie die Planung zu erfolgen hat? Eine der Fragen, die muss sich der Planungsträger stellen lassen muss.

Die Liberalen setzen sich für die Betroffenen ein. Die Liberalen wollen die Menschen davor bewahren, dass ihr Grund und Boden und ihre Häuser über Nacht wertlos werden. Dies umso mehr, als es Alternativen gibt, die möglicherweise zwar nicht den Vorstellungen einzelner Mitbürger von einer schöneren Welt entsprechen, jedoch faktisch nicht stören.

Es mutet hierbei schon fast wie ein Schildbürgerstreich an, wenn lediglich eine Hochspannungsleitung aus der bisherigen Trasse im Ochsenmoor verlegt werden soll, jedoch weiter die Hochspannungsleitung der Deutschen Bundesbahn im Naturschutzgebiet an Ort und Stelle verbleibt.

Die Maxime muss sein, Wohnbebauung im Verlauf der Trasse zu meiden, Abstände zu Wohnbebauungen einzuhalten und hierauf die Planung auszurichten und nicht darauf, mit der neu geplanten Leitungstrasse aus einem  lediglich in Randbereichen betroffenen Naturschutzgebiet auszuweichen und die neue Leitung über Wohnhäuser oder nahe von Wohnhäusern zu ziehen. Bei den Belastungen, die sich durch das Leben von Menschen unter einer Höchstspannungsleitung mit 4 x 380 KV ergeben werden, muss bevorzugt eine freie offene Fläche in Anspruch genommen werden, selbst wenn Tiere in diesem Gebiet sich in einem Naturschutzgebiet befinden.

B.N. - 102

 

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