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Wasserstand im Dümmer

Wie der Tourismusverband Dümmer festgestellt hat, liegen die durch den Besuch von Erholungsuchenden im  Erholungsgebiet Dümmer erwirtschafteten Umsätze bei etwa 20 Mio. Euro im Jahr. Im Wesentlichen fallen diese Umsätze in der Zeit vom 1. April bis 30. September am. Ca.  3.000.000.- € pro Monat werden in den Sommermonaten von den Einzelhandlern, Gastwirten, Hotels, Vermietern von Ferienwohnungen, Bootsvermietungen etc., mit Besuchern des Dümmers umgesetzt.
                                                     
Hieraus resultieren hohe Steuereinnahmen. Hinzu kommt die Einnahme von  Zweitwohnungssteuern von den Nutzern der Wochenendhausgebiete. Aus der Naherholung resultiert zudem eine Werthaltigkeit des Grundbesitzes am See.  
Diese Steuereinnahmen dienen unter anderem auch der Finanzierung von Anliegen wie Naturschutz, Deichschutz und Investitionen in den Gemeinden am See.

Damit der Dümmer Ziel für Erholungsuchende bleibt, muss der Dümmer als Kurzzeiterholungsgebiet weiter attraktiv sein. Hierfür gilt es, die Voraussetzungen zu schaffen.

Wesentlicher Bestandteil des Angebots für  Erholungssuchende ist der Segelsport. Teil der Attraktivität des Dümmers sind die Veranstaltungen des Segelsports. Auch hierfür müssen wir die Voraussetzungen erhalten, damit das Revier für Segler ein Anziehungspunkt bleibt.

Von daher ist es für die FDP unverständlich, dass trotz der Vorgabe eines mittleren Wasserstandes des Dümmers von 37,20 m über N.N. (der Seespiegel soll demnach auf einen Stand von 37,20 m über dem Meeresspiegel gehalten werden) für die Wasserbewirtschaftung dieser Wasserstand in den vergangenen Jahren nicht eingehalten wurde. Im Jahre 2010 wurde dies begründet mit der extremen Trockenheit im Mai, Juni und Juli. In diesem Jahr sind die Verhältnisse deutlich anders. Trotzdem wird gegenwärtig lediglich ein Wasserstand von 37,08 m über N.N. erreicht.

Die FDP wird im Kreistag die Frage stellen, wie es sein kann, dass trotz der Vorgabe eines Wasserstandes von 37,20 m über N.N. dieser nicht eingehalten wird?

Dass bei der Wasserregulierung verschiedene Umstände einkalkuliert werden müssen, die dazu führen, dass man einen Wasserstand nicht exakt halten kann, ist durchaus nachvollziehbar. Andererseits ist das Problem bekannt und die Möglichkeiten  für die Wasserregulierung sind auch unter Berücksichtigung der heute möglichen langfristigen Wetterprognosen vielfältig. Um einem zu niedrigen Wasserstand zu vermeiden, wobei zu vermerken ist, dass ein 10 cm niedrigerer Wasserstand eine „Welt “für den Segelsport auf dem See bedeutet, muss im Frühjahr rechtzeitig dafür gesorgt werden, dass die entsprechenden Reserven aufgebaut werden, um im Verlauf des Sommers einen Wasserstand wenigstens der Nähe des vorgesehenen Wasserstands zu halten.

Auch dies ist Aufgabe für couragierte Kommunalpolitiker! .

Die FDP kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass aus sachfremden Erwägungen und sachfremden Einflüssen heraus unnötigerweise von vornherein ein Wasserstand im See aufgebaut und erhalten wird, der deutlich unter dem für die Wasserbewirtschaftung vorgegebenen Wert liegt.

B.N. - 121

 

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