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Volles Haus beim traditionellen Entenessen des FDP-Ortsverbandes

Über 40 Mitglieder und Freunde der Freien Demokraten des Ortsverbandes „Altes Amt Lemförde“ durfte die Vorsitzende Heike Hannker in der vergangenen Woche in Tiemann‘s Hotel in Stemshorn begrüßen. Auch zahlreiche junge Neumitglieder waren unter den Anwesenden, was auch den neuen FDP-Ortsvorstand sehr freute.
Diesjähriger Gastredner war der Bürgermeister der Nachbargemeinde Stemwede, Kai Abruszat, der den Anwesenden zu einem aktiven Ortsverband und einer engagierten FDP-Samtgemeinde Fraktion gratulierte. „Hier bei uns im ländlichen Raum mit starkem Mittelstand, ist die Welt noch buchstäblich in Ordnung. Wenn wir Kommunalpolitik mit den Bürgern weiterhin gemeinsam gestalten, können wir dazu beitragen, dass es auch so bleibt“, so Abruszat.
Er ging in seiner Ansprache auf das gemeinsame Gestalten der unmittelbaren Sozialräume ein. So habe Stemwede in den vergangene Jahren auch einige Veränderungen durchlaufen. 13 vitale Dörfer haben sich zu einer Kommune Stemwede zusammengeschlossen, ohne dabei ihre eigene Identität zu verlieren. Aus 13 Feuerwehren wurden 8 neue Standorte mit 5 neuen Feuerwehrhäusern. „Das klappt nur im gemeinsamen Dialog mit den Feuerwehrleuten, die ehrenamtlich einen Großteil ihrer Freizeit für das Gemeinwohl opfern“, so Abruszat. Zudem müsse man in Zeiten von immer mehr Ausgrenzung und Rechtsruck Räume schaffen, an denen Menschen sich begegnen und ihr Vereins- und Dorfleben einrichten können. Stemwede hatte im letzten Jahr viel Geld vom Land für Maßnahmen zur Dorferneuerung beantragt und erhalten. 12 Mio. Euro investiere die Gemeinde Stemwede in die Digitalisierung der Verwaltung und vor allem in den Breitbandausbau, damit die Unternehmen in der Region wettbewerbsfähig bleiben und Privatpersonen von der digitalen Welt nicht angeschnitten bleiben.
Ein gemeinsames touristisches Projekt sieht er grenzübergreifend mit dem geplanten Aussichtsturm auf der Wilhelmshöhe. „Der Turm muss so hoch sein, dass man über die Bäume bis zum Dümmer und über die Gemeinde Stemwede bis zur Porta Westfalica sehen kann“, schmunzelte Abruszat, der für das Projekt nun Fördermittel beantragt und auch auf Unterstützung vom Land Niedersachsen hofft. „Im Alltag orientieren wir uns auch immer weniger an der Landesgrenze und arbeiten gut zusammen“, betonte der Stemweder Bürgermeister.
Zweiter Gastredner war in diesem Jahr der Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Dr. Marco Genthe. Er berichtete über den komplett ambitionslosen Haushaltsentwurf der rot-schwarzen Landtagsregierung. Auch die Initiativen der Regierungsfraktionen würden keine prägnanten Ansätze enthalten, sondern wären eher eine Reparaturliste für Dinge, die schlichtweg vergessen wurden. Man halte sich zum Beispiel seit einem Jahr mit dem Rodewalder Wolf auf. Sein Vorschlag dazu: „Wer es schaffe, der Landesregierung ein Jahr davon zu laufen, der solle begnadigt werden“, so Genthe schmunzelnd.
Als rechts- und innenpolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion sprach er auch über Anfeindungen von Politikern, über den Entschliessungsantrag zu sogenannten Schwerpunktstaatsanwaltschaften zur Bekämpfung der Clankriminalität, über die schlecht ausgestattete Polizei, die zahlreichen unbesetzten Stellen. „In Niedersachsen fehlen allein 252 Richter und Staatsanwälte, insgesamt über 600 Stellen im Bereich der Justiz. Justiz hört nicht wie beim Fernseh-Tatort mit der Inhaftierung auf, sondern sie fängt dort erst richtig an. Ein starker Rechtsstaat müsse die Durchsetzung von Justiz und Recht auch gewährleisten könne. Ermittelte Straftäter warten momentan jahrelang auf ihren Prozeß. Das ist für die Opfer und die Gesellschaft unerträglich“, so Genthe in seiner Rede.
Für die Anwesenden zwei sehr interessante Beiträge, die den gelungenen Abend mit der fantastischen Ente abrundeten.
Ein großer Dank galt auch Bettina Hofmeister, die die Internetseite der FDP Lemförde gestaltet hat und stets liebevoll pflegt.
Solch Ehrenamt ist unbezahlbar. DANKE

Fotos: Reinhard Kawemeyer

 

 

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Entenessen 2020