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FDP-Fraktion stellt Angebot und Wirtschaftlichkeit des Freizeitbads in Hüde auf den Prüfstand

Wartezeiten verkürzen, Zuschuss senken

Stehen Angebot und Nachfrage im Freizeitbad Dümmer in Hüde noch in einem angemessenen Verhältnis? Und wie kann die Wirtschaftlichkeit des Hallenbades verbessert werden? Diese Fragen möchte die FDP-Fraktion im Rat der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ geklärt wissen und hat darum einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ unterhalte das Freizeitbad seit 1981 mit relativ großem Erfolg. Die Mitarbeiter des Bades und die Verwaltung hätten stets dafür Sorge getragen, dass das Angebot der Nachfrage gerecht werde, heißt es in dem Antrag. Laut Homepage des Bades werden derzeit wöchentlich an fünf Terminen Aqua-Jogging, einmal Aqua-Power und einmal Aqua-Gymnastik angeboten sowie zwei Schwimmkurse für Kinder und ein Schwimmkurs für Erwachsene.

„Diese Angebote werden in den vergangenen Jahren stark nachgefragt, sodass lange Wartezeiten entstehen“, schreibt der FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Hage. Er bittet die Verwaltung daher, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie das Kursangebot mit den bestehenden Mitteln entsprechend der Nachfrage erweitert werden kann und wie Drittanbieter das Bad zur Ergänzung der Aqua-Fitness-Angebote nutzen könnten.

Außerdem soll die Verwaltung Möglichkeiten aufzeigen, Aqua-Fitness-Kurse anzubieten, die bei der Zentralen Prüfstelle Prävention gelistet sind. Die Kursgebühren könnten dann zu 85 Prozent von Krankenkassen erstattet werden. Auch nach Babyschwimmkursen, die es derzeit im Freizeitbad nicht gibt, fragen die Freien Demokraten.

Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe erklärte auf Nachfrage, die Verwaltung werde Informationen und Zahlen dazu für eine der nächsten Sitzungen zusammentragen. „Man muss prüfen, ob weitere Angebote außerhalb der allgemeinen Öffnungszeiten möglich sind.“ Während der Öffnungszeiten müsste man den übrigen Gästen Bahnen für die Kurse wegnehmen, gab er zu bedenken.

Die FDP-Fraktion beschäftigt sich außerdem mit der Wirtschaftlichkeit. Der jährlich steigende Zuschussbedarf sei erheblich, denn nur circa ein Fünftel der Gesamtkosten werde durch Eintrittsgelder gedeckt. „Bekannt ist, dass kommunale Bäder nicht ohne Zuschuss betrieben werden können. Dennoch muss es Ziel sein, den jährlichen Zuschussbedarf ,einzufrieren‘.“

Die Verwaltung soll daher zum einen prüfen, ob die Öffnungszeiten entsprechend der Nachfrage angepasst werden können. Stichworte sind hier unter anderem Frühschwimmer, Schließung in der Mittagszeit und einmonatige Betriebspause im September.

Außerdem soll geklärt werden, ob durch den Aufbau einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach die Stromkosten reduziert werden können. Dazu müsse unter anderem geprüft werden, ob das Hallendach die Last tragen könne, erläuterte Scheibe auf Nachfrage.

Neben der Senkung der Ausgaben sieht die FDP in der Steigerung der Einnahmen durch mehr Badegäste eine Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Vor diesem Hintergrund soll die Verwaltung prüfen, ob die Attraktivität des Freizeitbads beispielsweise durch den Bau eines Naturbeckens im Außenbereich, eines Kommunikationsbeckens, wie im vorliegenden Bädergutachten vorgeschlagen, und die Erweiterung der Saunalandschaft im Außenbereich verbessert werden kann. Im Inselcafé könnte sich die FDP eine Durchreiche für die Speisen- und Getränkeausgabe zu einer Sitzecke im Nichtschwimmerbereich vorstellen.

Sanierung soll Energie sparen

Energie und damit Kosten sparen ist neben Modernisierung und Barrierefreiheit auch ein wesentlicher Aspekt der für 2020 geplanten Sanierung des Freizeitbads. Vor diesem Hintergrund soll die Glasfront durch eine gedämmte Wand ersetzt werden, die von außen mit einer hellen Holzfassade versehen wird. Die Lüftungsanlage wird erneuert, geheizt wird über Deckenstrahlplatten, und die alte Beleuchtung wird durch LED-Technik ersetzt. Diese Maßnahmen führen laut Verwaltung zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten. Die Sanierungskosten beziffert sie mit knapp 745?000 Euro. Läuft alles nach Plan, könnte die Sanierung im September und Oktober erfolgen.

Melanie Russ / kreiszeitung.de 11.02.2020

 

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